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Römische Küche

Die kulinarische Kultur in Rom hat eine lange Tradition. Gutes Essen und Wein gehören zum römischen Selbstverständnis von alltäglicher Lebenskultur. Schon immer war Rom ein Zentrum für neue Esskultureinflüsse. Viele der römischen Spezialitäten kann man in Restaurants im römischen Stadtteil Testaccio ausprobieren.

Im 20. Stadtviertel Roms wurde der frühere große Schlachthof Roms zu einem Kulturviertel umgebaut. Römische Spezialitäten sind nicht nur in Italien sehr gefragt. Die Bauern der Region Latium haben den römischen Imperatoren früher die regionalen Köstlichkeiten angeliefert. Die Römische Küche ist sehr reich an edlen Gewürzen, Fleisch- und Fischwaren. Anders als im Süden Italiens ist die Küche viel aufwendiger und facettenreicher. Der Wein zum Essen spielt in Rom eine besondere Rolle. Neben dem gehaltvollen Essen und dem Wein war im alten Rom vor allem das Obst sehr wichtig. Essen und Trinken in angenehmer Umgebung mit Verwandten und Freunden ist in Rom eine wichtige und gelebte Kultur. Zu jedem Essen gehören auch Gespräche zu allen möglichen Themen des öffentlichen Lebens. Die Römische Küche hat im Laufe der Zeit viele typische Gerichte hervorgebracht. International bekannt ist zum Beispiel ein Klassiker der italienischen Küche - Spaghetti alla carbonara. Die Spagetti mit Ei, Speck und Käse sind vor allem auch in Ländern wie Deutschland sehr beliebt. Besonders beliebt ist in Rom und Umgebung der Schmorbraten vom Ochsenschwanz (Coda alla vaccinara).

In der Römischen Küche war gutes Fleisch schon immer sehr wichtig. Wildgerichte oder Rind- und Schweinefleischgerichte mit Gewürzen werden in Mittelitalien bis heute gerne gegessen. Teilweise kocht man auch mit Butter, anstatt mit Olivenöl, das vor allem in südlichen Küchenkulturen wie der Sizilianischen Küche sehr prägend ist. Zu den beliebten Gewürzen der Römischen Kochkultur gehören zum Beispiel Fenchel, Lorbeer, Minze, Oregano oder Dill. Zu den Gerichten werden auch viele hochwertige Saucen gekocht. Die Tomaten spielen in der römischen Kochkultur weniger eine Rolle als in der süditalienischen Kochkultur. Artischocken werden gerne bei Gerichten in Rom und dem Latium verwendet. Die Antipasta Bruschetta ist in der Römischen Küche sehr beliebt. Geröstetes Brot mit Öl, Knoblauch und Schinken ist in Mittelitalien als Antipasti überaus beliebt. Früher war Bruschetta vor allem das Essen der ärmeren Leute vom Land. Sehr gerne ist man in Rom frische Fischgerichte. Man findet in Rom auch Restaurants, die von der jüdischen Esskultur geprägt sind. Internationale Einflüsse haben die Römische Kochkultur immer sehr stark beeinflusst. Als Wein eignen sich viele rote Rebsorten, die in Mittelitalien oder in der Toskana und dem Piemont angebaut werden. Ein paar Kilometer von Rom entfernt liegt das Weinanbaugebiet Frascati. Hier wird Weißwein traditionell angebaut. Frascati gibt es in verschiedenen Formen als trockner und lieblicher Weißwein, der gut zu römischen Fischgerichten passt. Essen ohne Weingenuss ist in Rom eher die Ausnahme.

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